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Dolmengöttin - Langeneichstädt
Dolmengöttin - Langeneichstädt

Dieser Menhir wurde entdeckt als Deckstein des Steinkammergrabes, und wurde also vor etwa 4500 dafür wiederverwendet. Diese 1,76m hohe Stele besteht aus hellgraugelbem Sandstein. Das Fußende ist grob zugehauen. Das Oberteil hat ovale Form, ist geglättet und mit zahlreichen Ritzungen versehen. Deutlich erkennt man ein gestiltes Oval mit drei Querstrichen und zwei Augen als das stark stilisierte Bild einer weiblichen Gottheit. (Ähnliches wurde am Großsteingrab von Züschen beobachtet.) Darunter befindet sich ein Axtmotiv als Statussymbol des Mannes eingeritzt.
Dabei ist die Stele selbst in Form und mit dem Scheitelnapf wie ein Phallus ausgearbeitet. Deutlich sind die Glättspuren an beiden Seiten der Stele zu erkennen, die durch häufiges Berühren und Streicheln entstanden sind. Das Anliegen an die Stele war ganz klar die Erwartung von Fruchtbarkeit für Mensch, Tier und Feldfrüchte.
Die Stele wurde 1987 zerbrochen geborgen. Eine Nachbildung wurde aufgestellt, die wurde zerbrochen, repariert und dann gestohlen. Die jetzige Nachbildung besteht aus Stahlbeton und ist massiv im Boden verankert.

Diese Steine wurden von Europas Ureinwohnern aufgerichtet. Dabei mußten die Steine manchmal sehr weit transportiert werden. Keiner weiß so recht, wozu diese Steine aufgestellt wurden. Für manche Steine ist der Standort astro-archäologisch verständlich, da der Sonnenaufgang von dort am Horizont mit markanten Bergen übereinstimmt an bestimmten Tagen. Dies wird wahrscheinlich nicht mehr lange am Alsbacher Hinkelstein nachzuweisen sein.
Während der Geschichte, im Mittelalter, wurden diese Steine oft als Grenzstein verwendet. Die etwas kleineren Menhire sind in der näheren Umgebung den älteren Menschen meist noch bekannt. Sie sind als Denkmäler geschützt.

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Ortsname:6268 Langeneichstädt
Kreis:Mücheln
Bundesland:Sachsen-Anhalt
Bildname:imga0313.jpg
Aufnahmedatum:26.09.2007 15:16:00

all photos © klaus rädecke, 1996-2014 & johanna haas 2010-2012
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