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Großdolmen Stöckheim
Großdolmen Stöckheim

Das ist ein gut erhaltenes Großsteingrab. Die Kammer ist Nord-Süd orientiert mit sieben Wandsteinpaaren. Die Innenmaße sind 9,20 m lang, 2,2-1,8m breit, trapezförmig, und etwa 1 m hoch. Am nördlichen Ende ist die Kammer am höchsten, auch die Wandsteine werden im Südteil immer niedriger und die Decksteine kleiner. Die meisten Steine der Umfassung fehlen. Der beeindruckende Deckstein mit 4,5m Länge, 2,9m Breite und 0,8m Dicke ist der Größte der Altmark, er wiegt geschätzte 22 t.
Auf seiner Oberfläche trägt er viele Näpfchen. Einige sind sicher künstlich. Die wohl über 80 Schälchen sind rund, das größte besitzt einen Durchmesser von 7 cm und ist 2 cm tief. In der Südwestecke befindet sich eine halb umlaufende Rinne von 1,53m Länge, mit dreieckigem Profil, unten 1cm, oben 3cm breit.

Hier dreht sich alles um die kleinen Schälchen, die offensichtlich künstlich sind, und noch prähistorischen Zeiten entstammen. So richtig genau habe ich nichts herausfinden können. In Bunsoh kann ich mir nicht vorstellen, daß die Schälchen und Symbole nachträglich angefertigt wurden, da das Grab ja unversehrt im Hügel ausgegraben wurde. Vielleicht waren die sogar schon vor dem Bau der Gräber angebracht? Auf jeden Fall ist die Form von sofortigem Wiedererkennungswert, egal, ob es wenige oder viele Schälchen sind.
Hier ein Text der Tafel am Zislower Schälchenstein: "Diese unter Schutz gestellten Steinmale befinden sich an recht unterschiedlichen Objekten.
Die ältesten Schälchen wurden schon auf Decksteinen von Großsteingräbern gefunden. Es sind aber auch oft einzeln liegende Findlinge, auf denen sich Schälchen befinden.
Diese kreisrunden Vertiefungen haben die Form einer Schale, daher auch der Name "Schälchenstein".
Meist haben sie einen Durchmesser von 5-10 cm, bei einer Tiefe von 1-5 cm.
Es ist zu vermuten, daß die Schälchensteine kultischen Handlungen dienten, die mit dem Fruchtbarkeitsgott Thor in Verbindung zu bringen sind.
An den Steinen wurden Opferhandlungen vorgenommen. Dabei war der Vorgang des Bohrens schon kultisch bedingt. Als Opfergaben legte man auch Stein- und Bronzeäxte nieder."
Diese Liste ist eine Zusammenstellung von Material, was auch sonst in der Site zu finden ist.

Der folgende Link führt zu einer Webseite, für die nicht ich verantwortlich bin.

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Ortsname:38489 Stöckheim
Kreis:Salzwedel
Bundesland:Sachsen-Anhalt
Bildname:imgq3348.jpg
Aufnahmedatum:28.09.2008 17:28:00

all photos © klaus rädecke, 1996-2014 & johanna haas 2010-2012
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