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Der hohe Stein - Garen
Der hohe Stein - Garen

Von dieser jungsteinzeitlichen Grabanlage der Trichterbecherkultur sind noch alle 15 Trägersteine erhalten. Die Grabkammer war 9,3 x 2,1 m groß. Zwei ganze und ein Bruchstück eines dritten Decksteines liegen in der Kammer. Ursprünglich war die Kammer vollständig überhügelt, wovon die jetzige Lage auf einem kreisrunden, etwa 3 m hohen Sandhügel noch zeugt.

Eine typische Bauform der Großsteingräber ist die Emsländer Kammer. Es sind Ganggräber mit Innenmassen über 20m Länge, 2m Breite und 1m Höhe. Sie sind meist ost-westlich ausgerichtet und haben einen Zugang von der südlichen Seite in der Mitte des Ganges. Sie lagen ursprünglich in einem langen, ovalen Hügel, der von kleinen Findlingen umgeben war. Manchmal gibt es doppelte oder dreifache Kammern.
Als Baumaterial dienten die Findlinge, die die Gletscher der vorletzten Eiszeit (Saale-Eiszeit) vor etwa 200000 Jahren aus Skandinavien antransportiert hatten.
Diese Grabanlagen wurden von den ersten Bauern der Region erbaut. Sie dienten mehreren Generationen einer Sippe als Bestattungsplatz. Von den Skeletten ist wenig erhalten, da der Boden wenig Kalk enthält.
Es waren seßhafte Ackerbauern und Viehzüchter, die in einem jüngeren Abschnitt der Jungsteinzeit, der jungsteinzeitlichen Trichterbecherkultur zwischen 3400 und 2800 v. Chr., deren handwerkliche Fähigkeiten, z.B. bei der Gefäßherstellung, bewundernswert sind. Die Keramik, dieser Zeit, die nach einer charakteristischen Gefäßform "Trichterbecherkeramik" genannt wird, ist sehr qualitätsvoll gearbeitet. Ohne Töpferscheibe, bzw. lediglich auf einem drehbaren Untersatz stellten die jungsteinzeitlichen Töpfer dünnwandige, gleichmäßig geformte Gefäße her, die sie vor dem Brennen schön verzierten.

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Alter:> 4800
Ortsname:49699 Garen
Kreis:Cloppenburg
Bundesland:Niedersachsen
Bildname:i8_dsci0115.jpg
Aufnahmedatum:22.05.2010 13:12:00

all photos © klaus rädecke, 1996-2020 & johanna haas 2010-2012
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